In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag sorgte eine starke Rauchentwicklung an einem Pkw im Rennsteigtunnel der A 71 für den Einsatz mehrerer Feuerwehren. Die Sicherheitseinrichtungen des Tunnels wurden ausgelöst und der Tunnel voll gesperrt.
Gegen 5.00 Uhr befuhr ein Pkw VW aus Bayern den Tunnel Rennsteig in Fahrtrichtung Erfurt. Gerade als er die zweite Tunnelhälfte befuhr stieg plötzlich Qualm aus dem Fahrzeug auf. Umgehend stoppte der Fahrer sein Fahrzeug in einer der zahlreichen Pannenbuchten. Dies wurde durch die Tunnelzentrale registriert und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.
Durch die starke Verrauchung war die Situation zunächst nicht klar erkennbar. Dies lag auch daran, dass die Betroffenen nicht die Notrufeinrichtungen des Tunnels nutzten. Bereits 1,5 Minuten nach Eingang der Alarmierung rückte die Tunnelfeuerwehr aus. Als die ersten Kräfte der Tunnelfeuerwehr am Ort des Geschehens eintrafen, konnte die Situation aber schnell geklärt werden. Der dicke Qualm stammte von einem technischen Defekt des Pkw. Gebrannt hat es nicht. Durch die Tunnelfeuerwehr wurde auslaufendes Motorenöl aufgenommen. Cirka 20 Minuten nach der Alarmierung konnte auch diese wieder in das Gefahrenabwehrzentrum zurückkehren.
Ein Brand oder anderer Notfall in einem Straßenverkehrstunnel stellt auch für die professionellen Retter immer eine besondere Situation dar. Um hier richtig und erfolgreich Helfen zu können sind die ersten Minuten von entscheidender Bedeutung. Dabei hängt der Einsatzerfolg im Wesentlichen von den ersten Informationen der Situation vor Ort ab.
Die Feuerwehr bittet daher nochmals, kommt es zu einer ungewöhnlichen Situation in einem Tunnel, sei es eine Panne oder ein anderer Notfall, scheuen Sie sich nicht davor die Notrufsäu-len zu benutzen. Durch diese sind Sie direkt mit der Tunnelzentrale verbunden. Durch die Nut-zung der Notrufsäulen kann auch, anders als beim Handy, Ihr genauer Standort ermittelt werden.
| Feuerwehr | ausgerückte Fahrzeuge | Stärke |
| Tunnelfeuerwehr | KHLF, SLF | 1:4 (5 Kameraden) |
| Einsatzleitung Suhl | im GAZ | 1:0:0 (1 Kameraden) |
| Zella-Mehlis | ELW, HLF 24/16–S | Einsatzabbruch auf Anfahrt |
| Geschwenda | LF 8/6, TLF 16/24 | Einsatzabbruch auf Anfahrt |



