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20. Jan. 2012

Immer wieder kommt es zu Bränden im häuslichen Bereich. Durch den dabei entstehenden tödlichen Brandrauch besteht akute Lebensgefahr für die Bewohner. Für die Feuerwehr bedeutet das, jede Sekunde zählt, jeder Handgriff muss sitzen, kein Augenblick darf vergeudet werden. Damit das im Ernstfall auch alles funktioniert, muss regelmäßig trainiert werden

So war der “Wohnungsbrand” zentraler Inhalt einer Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehr Suhl Zentrum am Donnstag, den 19.01.2012. Um 17.39 Uhr wurden die Kameraden durch die Leitstelle alarmiert. Übungsobjekt war ein leer gezogener und zum Abriss vorgesehener Wohnblock in der Julius-Fucik-Straße. Der Eigentümer, die GEWO – eine örtliche Wohnungsbaugesallschaft – hatte der Feuerwehr den Block für Übungszwecke zur Verfügung gestellt. Das gute an dem Objekt:  alle Tätigkeiten können realitätsnah trainiert werden, ohne Rücksicht auf eventuelle Schäden nehmen zu müssen. Sogar echte Brände können für Übungszwecke entzündet werden.

Während der Einsatzübung sollten die Kameraden alle Aufgaben, die bei einem solchen Einsatz anstehen, trainieren. Angefangen bei der Rettung der Bewohner über die Drehleiter, das schnelle Auffinden von geeigneten Wasserentnahmestellen bis hin zum schnellen Verlegen der Schläuche in die Brandetage. Durch die Übungsleitung wurden in der vierten Etage lediglich zwei Holzplatten entzündet. Der Trainingseffekt war jedoch enorm. Die Feuerwehrleute sahen buchstäblich die Hand vor Augen nicht. Situationen wie diese sind bei Wohnungsbränden normal, können aber nur selten vorher trainiert werden. Und im realen Einsatz müssen die Handgriffe sitzen, Fehler haben dann unkalkulierbare Folgen. Trotzdem kann es im Feuerwehreinsatz immer zu unvorhersehbaren Ereignissen kommen, bei denen die Helfer selber in Gefahr geraten. Hierfür steht im Ernstfall immer ein speziell ausgerüstetes Rettungsteam bereit. Dieses kann sofort eingreifen und die in Not geratenen Feuerwehrleute in Sicherheit bringen. Eine solche Situation war ein weiterer Schwerpunkt der Einsatzübung, der sogenannte Atemschutznotfall. Für das Rettungsteam hieß es schnell vordringen, Atemluftversorgung des verunfallten Feuerwehrmanns sicherstellen und ihn ins Freie bringen.

Dass das Szenario aber nur eine Übung bleibt und alles mit sicheren Dingen zugeht, dafür stand die hauptamtliche Wache bereit. Sie bildete die Sicherheitsreserve.
Nach gut eineinhalb Stunden hieß es für die 15 Kameraden dann: Übungsziel erreicht! Aber auch einige Probleme konnten erkannt werden. Diese liegen jedoch vorwiegend im Detail. Daran heißt es nun zu arbeiten. In den nächsten Wochen werden sie wohl noch oft an dem Wohnblock in der Fucikstraße anzutreffen sein. Für eventuelle Lärmbelästigung werben die Kameraden bereits jetzt um Verständnis bei den Anwohnern.

eingesetzte Kräfte und Mittel

Feuerwehr ausgerückte Fahrzeuge Stärke
Zentrum DLK 1:2 (3 Kameraden)
Zentrum TLF 24/50 1:2 (3 Kameraden)
Zentrum LF 16-TS 1:5 (6 Kameraden)
Zentrum MTW 1:2 (3 Kameraden)

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