Drei Suhler Unternehmen wurden in jüngster Zeit durch Oberbürgermeister Dr. Jens Triebel (parteilos) als „Partner der Feuerwehr“ geehrt. Bei der erstmals in Suhl durchgeführten Aktion erhielten die Dachdeckerfirma Jens Börner, die G & F Feintechnik GmbH und die Premetec Automation GmbH eine Ehrenplakette für ihren vorbildlichen Einsatz zur Beschäftigung und Unterstützung hiesiger Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr.
Ohne Verständnis des Arbeitgebers ist es für Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr trotz gesetzlicher Regelungen und Übernahme der Ausfallstundensätze durch die Stadt oftmals schwierig, während der Dienststunden im Brandfall ausrücken zu können. Ohne einsatzbereite Feuerwehrleute allerdings kann es notfalls auch brenzlig für den Arbeitgeber werden, wenn es wirklich mal in seiner Nähe brennt … Feuerwehrleute besitzen dank ihrer Ausbildung und Einsätze hohe Teamfähigkeit und Stressresistenz, handwerkliches Geschick, Lernbereitschaft und zeichnen sich durch überdurchschnittliches Engagement aus. Das kommt auch dem Unternehmen zugute. Zudem werden sie – auch das war bei Suhler Unternehmen der Fall – im Betrieb als Ersthelfer gern gesehen. Das Beschäftigen von Feuerwehrkameraden bringt damit auch dem Arbeitgeber etwas, obwohl beim plötzlichen Einsatz eben auch mal eine Arbeit liegen bleiben muss.
Umso wichtiger, so der Tenor der bundesweit durchgeführten Aktion, sei die Würdigung partnerschaftlicher Arbeitgeber für die Feuerwehr. Der Initiative des Deutschen Feuerwehrverbandes schloss sich daher auch der Thüringer Feuerwehrverband an und will mit dem Verleihen der Plakette jenen Arbeitgebern öffentlich danken, die ihre Mitarbeiter unterstützen, die zugleich Feuerwehrangehörige sind. Dachdeckermeister Jens Börner, selbst ein aktiver Feuerwehrmann, erhielt die Auszeichnung bereits zur Jahreshauptversammlung der Suhler Feuerwehren am 27. Januar. In den Unternehmen G & F Feintechnik im Amtmannsweg wurde die Auszeichnung am 15. Februar und bei Premetec im Gewerbepark Friedberg am 17. Februar übergeben. Oberbürgermeister Dr. Triebel würdigte dabei das Verständnis der Arbeitgeber für die wichtige ehrenamtliche Aufgabe der Mitarbeiter, die zugleich Feuerwehrleute sind, und die eben nicht erst auf den Feierabend warten können, um im Bedarfsfall aktiv zu werden. Thüringenweit wurden inzwischen etwa 200 solcher Plaketten vergeben. In Suhl waren es die ersten Drei.



