Gleich zwei Brände fordern die Feuerwehr

HP_Gartenhütte-22-05-16_05Gleich zwei größere Brände ereigneten sich am Abend des 22. Mai in Suhl.

Um 20:23 Uhr heulten über der Stadt Suhl die Sirenen. Sie riefen die Kameraden der Suhler Feuerwehr zu einem Bungalowbrand in die Hohe Feldstraße. Eine dicke schwarze Rauchsäule stieg am Fuße des Wohngebietes Lautenberg nahezu senkrecht in den Himmel und wies bereits von weitem den Weg.

Beim Eintreffen der ersten Kameraden brannte der Bungalow in der Gartenanlage bereits vollständig. Als die ersten Kameraden eintrafen, sahen sie sich einer einzigen Flammenwand gegenüber. Die Bäume im nahen Umfeld waren bereits angesengt.

Hinzu kam in der Anfangszeit die Vermutung, dass sich in dem Gebäude noch Personen aufhalten. Der Aufenthaltsort des Gartenbesitzers war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Ein Eindringen in den Bungalow war aber, trotz der modernen Schutzkleidung der Feuerwehr, zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr möglich. Glücklicherweise erhärtete sich der anfängliche Verdacht später nicht.

So konnten sich die Kameraden voll und ganz auf die Brandbekämpfung konzentrieren. Von allen Seiten rückten die Kameraden den Flammen zu Leibe. Durch die schnell eingeleiteten Löschmaßnahmen konnte ein Übergreifen des Brandes auf Nachbargebäude oder den Wald verhindert werden. Trotzdem entstand an dem Gartenhauses Totalschaden. Gegen 21:30 Uhr hatte die Feuerwehr Suhl den Brand unter Kontrolle. Die Löscharbeiten sollten sich aber noch Stunden hinziehen. In mühseliger Handarbeit musste das mittlerweile teilweise eingestürzte Haus auseinandergezogen werden. Unter der heruntergebrochenen Decke versteckten sich zahlreich Glutnester. Auf Grund der teilweisen sehr starken Rauchentwicklung waren diese Arbeiten nur mit Atemschutzgeräten möglich.

HP_Gartenhütte-22-05-16_01HP_Gartenhütte-22-05-16_02HP_Gartenhütte-22-05-16_03HP_Gartenhütte-22-05-16_04HP_Gartenhütte-22-05-16_06HP_Gartenhütte-22-05-16_07

Noch während die Restlöscharbeiten an dem Bungalow liefen, ging der nächste Notruf ein. Diesmal ging es um einen Kellerbrand in einem Wohnblock der Großen Beerbergstraße. Zahlreiche Notrufe ließen auch hier schlimmes vermuten. Sofort machten sich weitere Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Suhl Haselgrund auf den Weg. Diese hatten auf Grund des Bungalowbrandes die Absicherung des Stadtgebietes übernommen und waren für solche Fälle in Bereitschaft versetzt worden. Weiterhin wurden einige Fahrzeuge aus dem ersten Einsatz entlassen und zu dem neuen Brandobjekt geschickt.
Dort standen bereits zahlreiche Mieter auf der Straße und erwarteten die Ankunft der Feuerwehr. Den Kameraden schlug in dem Gebäude dichter Brandrauch entgegen. Vier Kameraden bahnten sich den Weg in das Kellergeschoss. Weitere Einsatztrupps kontrollierten den Treppenaufgang und die benachbarten Hauseingänge.

Trotz der massiven Sichtbehinderung hatten die Feuerleute im Keller den Brandherd schnell gefunden. Dort brannten mehrere Verschläge. Es hatten sich bereits enorme Temperaturen entwickelt. Die Elektroleitungen waren geschmolzen und hingen zu Boden. Gut 15 Minuten nach Beginn der Löscharbeiten konnten die Feuerwehrleute „Feuer aus!“ vermelden.

Der betroffene Hauseingang wurde mit den Ventilatoren der Feuerwehr umfangreich belüftet. Dennoch hatten sich in dem Haus große Mengen giftigen Brandrauchs gesammelt. Die Messgeräte schlugen auch noch eine gute Stunde nachdem das Feuer gelöscht war Alarm. Die Grenzwerte an hochgiftigen Kohlenmonoxid (CO) waren deutlich überschritten. Unter diesen Umständen konnten wir die Wohnungen keinesfalls wieder zur Benutzung freigeben.

Die Mieter waren gezwungen sich für die Nacht eine andere Bleibe zu suchen. Wer nicht bei Verwanden oder Bekannten unterkam, wurde vom Vermieter in ein Hotel vermittelt.

HP_Kellerbrand-22-05-16_01 HP_Kellerbrand-22-05-16_02 HP_Kellerbrand-22-05-16_03 HP_Kellerbrand-22-05-16_04 HP_Kellerbrand-22-05-16_05

Insgesamt waren in die Bewältigung der Brandereignisse knapp 50 Kameraden mit 12 Fahrzeugen eingebunden. An dem Bungalow waren gegen 01:30 Uhr die letzten Glutnester gelöscht. Mit Abschluss der Aufräumarbeiten konnten nach sechseinhalb Stunden gegen 03:00 Uhr die letzten Kameraden an ihre Standorte zurückkehren.

Verletzt wurde bei beiden Bränden glücklicherweise niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen zu den Brandursachen aufgenommen.

Schreibe einen Kommentar