Unwetter sorgte für Dauereinsatz

HP-Unwetter-13-06-16_04Kurz vor 20:00 Uhr brach am Montagabend, dem 13. Juni, ein lokal begrenztes Unwetter über die Stadt Suhl herein. Innerhalb kürzester Zeit brachte das Gewitter Unmengen an Regen mit sich und bescherte der Feuerwehr eine lange Einsatznacht.Innerhalb weniger Minuten verwandelten sich die Straßen im Innenstadtbereich zu kleinen Flüssen, auf den Kreuzungen und in Senken entstanden regelrechte Seenlandschaften. Durch die exponierte Tallage der Stadt sammelte sich das Wasser vor allem im Suhler Stadtzentrum. HP-Unwetter-13-06-16_01Aber auch andere bekannte Punkte waren betroffen. In der zentralen Einkaufsstraße, dem Steinweg, konnte die Kanalisation die plötzlichen Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Diese stand zeitweise komplett unter Wasser, Gullideckel wurden aus ihren Verankerungen gerissen, Keller und Geschäfte liefen voll. Einen Schwerpunkt bildete der Marktplatz. Dort wurde ein Gewölberestaurant überflutet. Unweit davon hatte ein Fitnessstudio mit den Wassermassen zu kämpfen. Stellenweise wurden auch Sandsäcke verlegt.

HP-Unwetter-13-06-16_02Nahezu zeitgleich ereignete sich noch ein Verkehrsunfall auf der Autobahn A 73 in Fahrtrichtung Bamberg, kurz vor der Abfahrt Schleusingen. Dort kollidierte ein Fahrzeug mit der Leitplanke. Eine Person wurde leicht verletzt. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle und beräumte diese nach der Unfallaufnahme.

Auch der Bahnnahverkehr war betroffen. In Wichtshausen blockierte ein Baum die Gleise. Der herannahende Zug der Südthüringenbahn konnte gerade noch rechtzeitig bremsen und wartete bereits auf die alarmierte Feuerwehr. Nach rund 30 Minuten konnte der aus Richtung Grimmenthal kommende Zug seine Fahrt fortsetzen.

HP-Unwetter-13-06-16_03Mehrere Einsatzstellen verzeichneten wir auch im Wohngebiet Döllberg sowie Suhl-Mitte. Hier standen zahlreiche Keller teils 30 und mehr Zentimeter unter Wasser. Teilweise drückte das Wasser über die Abflussrohre bis in die Wohnungen hinein.

Insgesamt rückte die Feuerwehr in der Zeit von 20:00 – 01:30 Uhr zu 30 Hilfeleistungseinsätzen aus. Um die Flut der Notruf abarbeiten zu können wurde eine separate Einsatzzentrale besetzt. Von hieraus koordinierten die speziell geschulten Feuerwehrleute die 12 im Einsatz befindlichen Fahrzeuge. Insgesamt waren 43 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehren Zentrum, Oberland-Lauter und Haselgrund sowie die hauptamtliche Wache für die Bewältigung des Unwetters eingesetzt.

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